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Anleitung zur Herstellung einer natürlichen Heilsalbe und/ oder eines Heiltees aus Ringelblumen

Die Ringelblume ist die wichtigste Heilpflanze für die naturheilkundliche Wundheilung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich eine Salbe ganz leicht selbst herstellen können.

Ringelblumen blühen in gelb und orange, gefüllt und ungefüllt. Als Heilpflanze nutzt man am besten die gefüllten orangeroten Sorten. Sie enthalten besonders viele heilkräftige Wirkstoffe, sogenannte Carotinoide.

Ernte-Tipp
Ernten Sie die voll erblühten Blütenköpfchen bei sonnigem Wetter am frühen Mittag. Je öfter sie ernten, umso mehr blühen sie und je dichter die Pflanzen in der Reihe stehen, desto höher ist der Blütenertrag.

 

Heilkraft
Am bekanntesten ist die Ringelblume als Heilpflanze für die Wundheilung: ob Sportverletzungen, wunde Kinderpopos, aufgeschürfte Knie, Quetschungen, Verbrennungen oder  Blutergüsse. Die maßgeblichen Wirkstoffe hierfür sind fettlöslich. So kann man die Heilkraft der Ringelblume in Form einer Salbe nutzen.

Rezept Ringelblumensalbe

Die Herstellung ist einfach. Sie brauchen frische oder getrocknete Ringelblumenblüten, die unbehandelt sind, kaltgepresstes Olivenöl aus dem Naturkostladen und Bienenwachs aus der Apotheke. Verwendet werden meistens nur die orangefarbenen Zungenblüten ohne grünem Körbchen, da empfindliche Menschen darauf mit (Korbblütler-)Allergie reagieren können. Das Öl dient dazu, die Wirkstoffe aus der Ringelblume auszuziehen und das Bienenwachs wird zum Härten verwendet.

Die nachstehenden Mengenangaben reichen für etwa 5 Döschen Salbe à 50 ml:

Arbeitsschritt 1:
25 Gramm getrocknete oder 50 Gramm frische, klein geschnittene Ringelblumenblüten  und 250 ml kaltgepresstes Olivenöl in einen Topf geben und zum schwachen Sieden bringen. Etwa 15 Minuten ziehen lassen, dabei ständig umrühren.

Arbeitsschritt 2:
Dann das Öl durch ein Sieb, das mit einem sauberen Baumwoll- oder Leinentuch ausgelegt ist, in ein feuerfestes Gefäß mit Schütte abseihen. Mit dem Tuch können Sie den Rest gut auspressen und es verhindert, dass Pflanzenteile in das Öl gelangen.

Arbeitsschritt 3:
Das ausgezogene Ringelblumenöl kommt wieder in den Topf auf die heiße Herdplatte. Geben Sie 25 g Bienenwachs dazu und lassen es schmelzen. Das dauert je nach Hitze nur 20 bis 30 Sekunden, eventuell muss aber dazu die Herdplatte noch einmal angestellt werden.

Arbeitsschritt 4:
Rühren Sie noch ein wenig, während die Salbe abkühlt, damit sich keine Inhaltsstoffe unten absetzen und die Salbe keine Einbuchtung beim Abkühlen erhält.

Arbeitsschritt 5:
Füllen Sie die noch flüssige Salbe in vorbereitete, saubere Salbendosen ab. Um die flüssige Salbe gut einfüllen zu können, ist ein feuerfestes Gefäß mit Schütte ideal.

Arbeitsschritt 6:
Bedecken Sie die Salbendosen zunächst mit einem sauberen Küchenpapier und lassen die Salbe abkühlen. Wenn Sie gleich den Deckel darüber schließen, könnte Kondenswasser in die Salbe tropfen. Wenn die Salbe milchig trüb und fest  ist, dann können Sie den Deckel schließen. Beschriften Sie die Döschen am besten mit Angabe der Inhaltsstoffe und Datum der Herstellung.

Alternative
Sie können die klein geschnittenen Ringelblumenblüten auch in kaltem Öl ansetzen, sechs Wochen an einem warmen, teils sonnenbeschienenen Ort ziehen lassen, abseihen und dann kurz erwärmen, um das Bienenwachs zu schmelzen.

Aufbewahrung
Am besten heben Sie die Salbe im Kühlschrank auf. Wenn Sie etwas davon brauchen, entnehmen Sie es mit einem sauberen Löffel und nicht mit den Fingern. So vermeiden Sie, dass Keime in die Salbe gelangen und sich die Salbe auch ohne Konservierungsstoffe gut 1 Jahr hält. Länger sollte man sie auch nicht aufbewahren, da sich die Wirkstoffe abbauen.

Tee
Ein Tee aus Ringelblumenblüten wirkt gemäß den bewährten Erfahrungen der Naturheilkunde entzündungshemmend, desinfizierend, wundheilend und krampflösend. Geben Sie einen (bei getrockneten)  bis 2 (bei frischen) Teelöffel Ringelblumenblüten auf eine Tasse (ca. 200ml) heißes Wasser, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann absieben. Sie können Ringelblumen-Tee trinken bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Galle- und Leberstörungen, Candida-Befall sowie bei Menstruationsschmerzen. Bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Angina und Heiserkeit können Sie mit Ringelblumen-Tee gurgeln.