Projekte

Sommerakademie für integrative Medizin

Workshops, Seminare, Diskussionen: 250 Studierende, Ärzte und Therapeuten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Japan beschäftigten sich vom 31. Juli bis 6. August 2011 auf der 2. Sommerakademie für integrative Medizin der Universität Witten/Herdecke mit der Frage, was eine gute und heilsame Medizin ausmacht. 

Vertreter aus Schulmedizin, Tradtitioneller Chinesischer Medizin, Homöopathie und Anthroposophischer Medizin stellten dabei ihre jeweiligen Heilmethoden und Therapieansätze für einen exemplarischen Fall, einen rheumatischen Patienten, vor. Ziel dabei war nicht etwa, den besten Ansatz zu küren, sondern den Dialog zwischen den verschiedenen medizinischen Sichtweisen zu fördern. Dadurch sollten insbesondere die Ärzte zu mehr Offenheit für andere Ansätze angeregt werden, um schließlich gemeinsam mit ihren Patienten die individuell am Besten passendsten Behandlungs-
methoden finden zu können.

Weitere Informationen zur Sommerakademie finden Sie hier.

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Begleitstudium Anthroposophische Medizin

Eine einzigartige Ausbildung in Anthroposophischer Medizin beginnen Studierende jedes Jahr an der Universität Witten/Herdecke. Über sechs Jahre ergänzt sie das reguläre Medizinstudium.

Die angehenden Ärzt/innen erlernen dadurch Kenntnisse und Fähigkeiten, mit denen sie die seelisch-geistige und die physische Dimension von Gesundheit und Krankheit erkennen und in die Therapien einbeziehen können. Der Aufbau des Lehrplans orientiert sich an den Angaben Rudolf Steiners zu einer Neugestaltung des Medizinstudiums: Im umfassenden Sinne werden Natur- und Krankheitskunde studiert, die ärztliche Gesinnung und therapeutisch moralische Fähigkeiten als ärztlich orientierte Schulung von Denken, Fühlen und Wollen entwickelt.

Das Begleitstudium ist integriert in das Curriculum des naturwissenschaftlichen Medizinstudiums an der Universität Witten/Herdecke und bietet die einzigartige Möglichkeit, anthroposophische Medizin gleichwertig in den wissenschaftlichen Diskurs des akademischen Alltags einer Universität einzugliedern.

Die Zukunftsstiftung Gesundheit hat die Initiative zur Etablierung des Studiengangs seit der Pilotphase 2004 finanziell unterstützt und engagiert sich auch weiterhin mit einer Entwicklungspartnerschaft für dieses Projekt.

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Albertus Magnus Stipendium

Die Zukunftsfähigkeit der anthroposophischen Medizin hängt auch davon ab, dass es nachwachsende Persönlichkeiten gibt, die die anthroposophische Medizin klinisch und wissenschaftlich weiterentwickeln.

Das Albertus Magnus Stipendium hat das Ziel, junge Ärztinnen und Ärzte gezielt zu fördern, die das Potential haben, Verantwortung in den Kliniken und Facharztpraxen mit der Therapierichtung der anthroposophischen Medizin zu übernehmen. Dies geschieht bereits ab einem frühen Zeitpunkt der Ausbildung. Das Programm umfasst ein breites Spektrum ideeller und finanzieller Fördermöglichkeiten.

Die Zukunftsstiftung Gesundheit hat dieses Postgraduierten-Förderprogramm maßgeblich initiiert und gemeinsam mit der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland e.V. konzipiert. Mit Unterstützung weiterer Stiftungen konnte die Anschubfinanzierung für zunächst drei Jahre gesichert werden.

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Gesellschaft für Pluralismus in der Medizin

Die Zukunftsstiftung Gesundheit setzt sich ein für Vielfalt in der Gesundheitsversorgung, Methodenpluralismus und Therapiefreiheit. Diese Ziele verfolgt auch das Dialogforum Pluralismus in der Medizin, das  einen offenen und konstruktiven Dialog zwischen verschiedenen Therapierichtungen fördert.

Das unter Mitwirkung des Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, ins Leben gerufene Dialogforum hat sich zur Aufgabe gestellt, innerhalb der Ärzteschaft einen kritischen Dialog zwischen den unterschiedlichen Richtungen in der Medizin zu verfolgen. Dadurch werden die Möglichkeiten und Grenzen der jeweiligen medizinischen Ansätze und Konzeptionen offengelegt, um nach ihren gegenseitigen Ergänzungspotenziale zu fragen. Dabei möchte das Dialogforum zur Integration von Schulmedizin und Komplementärmedizin beitragen im Sinne einer nachvollziehbaren Pluralität unterschiedliche Praxisansätze.

Die Zukunftsstiftung Gesundheit beteiligt sich an regelmäßigen Impulsen des Dialogforums, zum Beispiel durch Konferenzen und Treffen. Zu diesem Zweck war die Stiftung im Jahr 2008 ideell und finanziell maßgeblich an der Gründung der Gesellschaft für Pluralismus in der Medizin e.V. beteiligt, deren Zweck eine langfristige institutionelle Absicherung des Dialogforums an der Bundesärztekammer ist.

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